Mafia vs. Staat

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Mein Töggeli-Kollege G. aus Sizilien importiert Honig, Schokolade, Olivenöl und andere Spezialitäten aus seiner Heimat. Auf die Auswirkungen von Mafia-Aktivitäten auf sein Geschäft angesprochen, bekam ich eine völlig unerwartete Antwort:

Was denn die Mafia anderes mache als in der Schweiz der Staat, die Versicherungen und die Banken, fragte er mich zurück. Weiter: In der Schweiz müsse man für die (obligatorische) Versicherung und Krankenkasse bezahlen. Genau das, und nichts anderes, mache doch auch die Mafia…

Als Mensch konnte ich seine Antwort nicht verstehen. Denn Erpressung und (körperliche) Gewalt ist für mich nicht mit der legitimen staatlichen Gewalt vergleichbar. Ausserdem führt der Kampf um die Vorherrschaft zwischen den Familien immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen. Das ist kein wünschenswerter oder haltbarer Zustand.

Als angehender Ökonom musste ich ihm allerdings teilweise recht geben. Was spielt es für eine Rolle, ob man dem Staat oder der Mafia sein Geld gibt? Schlussendlich erzielt man mit beidem den gleichen Effekt.

Aber trotzdem: Wenn alle so denken wie er, ist es nicht verwunderlich, wenn die Mafia den Kampf gegen eine staatliche Ordnung auch in Zukunft gewinnt.

PS: Leider konnte ich ihm keine Informationen über das konkrete Vorgehen der Mafia "entlocken". Vielleicht war ich zu wenig aggressiv? Doch warscheinlicher ist: Er wollte einfach nicht…

Mehr Infos zur Mafia: Mafia (Wikipedia)

Was ist Linux?

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Linux ist eine Art Betriebssystem. Im Grunde jedoch ist mit dem Begriff Linux nur der Kernel des Systems gemeint. Über diesem Kern wird dann ein Betriebssystem aufgebaut - eine sogenannte Distribution. Der korrekte Titel des Artikels würde also "Was ist eine Linux-Distribution?" heissen. Ich werde aber im ganzen Artikel nur "Linux" verwenden, da die beiden Begriffe oft synonym verwendet werden.

Entwicklung

Linux ist also ein Betriebssystem wie zum Beispiel Windows XP, Mac OSX oder UNIX. Der Hauptunterschied zu den anderen (bekannteren) Betriebssystemem ist aber, dass der Linux Source Code öffentlich ist. Jeder kann daran mitarbeiten oder kann sich, aufbauend auf dem Kern, ein eigenes Betriebssystem basteln. Natürlich braucht es dazu grosse Erfahrung im Programmieren und weitreichende Computerhardwarekenntnisse.

Ursprünglich wurde Linux aber nur von einem einzigen Entwickler programmiert. Linus Torvalds. Daher kommt auch der Name: LINUX. Das X steht für die Anlehnung an UNIX. Begonnen hat die Entwicklung etwa im Jahr 1991.

Nach der ersten Veröffentlichung von Linux unter der GNU General Public License explodierte Linux förmlich. Viele verschiedene Entwickler oder Gruppen machten sich daran den Kern zu verbessern, Anwendungssoftware dazu zu schreiben oder grafische Benutzeroberflächen zu designen.

Distributionen

Inzwischen ist der Kern bei Version 2.6 angelangt und es gibt unzählige Distributionen. Von grossen Desktopoberflächen bis hin zu kleinsten Serverversionen (haben z.B. auf einem Memory Stick oder Router platz). Ubuntu, Kubuntu, Edubuntu, Red Hat, SUSE, Debian, Gentoo, Mandrivia und Knoppix, um nur die bekanntesten zu nennen. Es gibt hunderte. Die meisten Distros sind zudem gratis und können vom Internet heruntergeladen werden.

Probleme

Die Unüberschaubarkeit der Distributionen ist in erster Linie ein Problem für den Endbenutzer. Welche ist am besten geeignet für meine Zwecke? Womit fange ich an? Was brauche ich? Was gibt es überhaupt?

Viele verschiedene Enwickler oder Entwicklergruppen arbeiten an einer Distribution. Dies ist vorallem ein Koordinationsproblem für die Entwickler selbst, kann aber auch für den Benutzer relevant werden, wenn es nicht gelöst wird. Es können Instabilitäten oder Inkompatibilitäten auftreten.

Linux ist gratis. Dies ist zwar auch ein Vorteil für viele, aber ich glaube, dass die Qualität der Produkte (auch Support) um einiges besser wäre, wenn die Entwickler damit Geld verdienen könnten, oder zumindest ihre Ausgaben decken könnten.

Tipp

Für alle die noch nie mit Linux gearbeitet haben oder noch nie eines Installiert haben empfehle ich als Anfang eine Distribution mit Grafischer Benutzeroberfläche. Die beliebteste unter ihnen ist zweifellos Ubuntu.

Für alle die (viel) mehr über Linux wissen wollen, empfehle ich folgendes Online-Buch: Ubuntu OpenBook (http://www.galileocomputing.de)

Der Linux-Zwang…

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Jetzt oute ich mich: Ich bin (Nebenfach) Informatikstudent und hatte bis vor einem halben Jahr noch nie ein Linux auf meinem Rechner installiert. Doch dann wurde ich dazu gezwungen…

In der Vorlesung "Betriebssysteme" mussten wir ein virtuelles Dateisystem auf Linux programmieren. Jedoch taten wir das nicht einfach von zu Hause aus. Sondern wir mussten uns mittels eines Java-Appletts durch eine Remoteverbindung Zugriffszeit auf einem Linux System reservieren. Wegen meiner Linux-Unkenntnisse hatte ich keine Chance.

Ein schwarzer Bildschirm, eine Kommandozeile, unbekannte Befehle (bin mit DOS aufgewachsen), keine grafische Benutzeroberfläche (nur den verdammten VIM), null Ahnung. Also musste ich mich mangels Alternativen für die Installation einer lokalen Linux Distro entscheiden. Das Unterfangen, stellte sich heraus, war ein (verlängertes) Wochenende- und Knochenjob. Sogar für mich als versierten Computerflüsterer. Das Prozedere lief dabei folgendermassen ab:

  1. Informationen sammeln (Wie installiere ich Linux? Was brauche ich dafür? Welche Distro?)
  2. Meine alten/wichtigen Daten sichern (mehrere Gigabyte Musik, ohne DVD-Brenner oder externe Festplatte!)
  3. Gesamte Festplatte löschen und Festplatte partitionieren (2 Partitionen)
  4. Windows auf erster Partition neu installieren mit allen Treibern, etc. (wäre ohnehin mal wieder fällig gewesen)
  5. Geeignete Linux-Distribution auswählen, herunterladen und auf CD brennen (in meinem Fall Ubuntu Feisty)
  6. CD rein, noch einmal Partitionieren (anderes Dateisystem + SWAP Partition), Linux installieren
  7. In Linux zurechtfinden
  8. Treiber installieren (Grafikkarte und Wireless Adapter zum laufen bringen), ohne Internetverbindung!
  9. Ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren und Dokumentationen lesen
  10. (Und spezifisch für mein Uni-Projekt: FUSE zum laufen bringen)

Diese zehn Schritte sind nicht abschliessend, sollten aber in dieser Reihenfolge durchgeführt werden. Jeder dieser Schritte ist eine Wissenschaft für sich. Zunächst nur dies: Für die Installation von Linux ist nach wie vor grosses Fachwissen, und Übung im Umgang mit Computern und Internetsuchmaschinen erforderlich. Das darf nicht sein. Anstonsten wird Linux noch lange ein Nerd-(Desktop!)Betriebssystem sein.

Links

Mission: Zeichnen lernen

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Heute habe ich mir vorgenommen endlich richtig Zeichnen zu lernen. Also machte ich mich gleich auf die Suche nach geeigneten Tutorials (natürlich im Internet).

Gefunden habe ich nach kurzer Zeit folgende ausgezeichnete (und auch kurze) Anleitung: http://www.how-to-draw-and-paint.com/learntodraw.html

Eigentlich ist es ganz einfach. Erst teilt man das Objekt welches man Zeichnen will in Vierecke, Ovale, Kreise und Dreiecke ein. Dann verbindet man die groben Formen mit runden Strichen und fügt ein paar Details hinzu: Fertig!

Nachdem ich die ersten paar Schritte im Tutorial befolgt hatte, wollte ich mehr. Da habe ich mich an ein paar Gegenstände herangemacht, welche sich auf meinem Schreibtisch befanden.

Die Resultate sind auf der Seite Anfängerzeichnungen zu “bewundern”.

Blog! Blog?

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Ich habe jetzt wie viele Menschen auf dieser Welt ein Blog. Ich schreibe irgendwelche Dinge die keinen oder auch niemanden interessieren. Und schreibe und schreibe und schreibe. Viele Menschen schreiben Blogs.

Doch was bedeutet denn Blog eigentlich? Seit wann gibt es diese Bezeichnung? Definition? Wieviele gibt es? Und welcher war der erste überhaupt?

Post-Ziel: Eine kleine Blog-Geschichte

OK. Die/Eine Definition war ja ziemlich einfach zu finden. Aus http://de.wikipedia.org/wiki/Weblog:

Ein Weblog [ˈwɛblɒg] (engl. Wortkreuzung aus Web und Log), oft einfach nur Blog [blɒg] genannt, ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Neue Einträge stehen an oberster Stelle, ältere folgen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge.

Also Stichworte: Webseite, periodisch, (umgekehrt) chronologisch

First Mover

Eines der ersten Weblogs war dasjenige eines Studenten namens Justin Hall. Das war 1994. Die meisten Blogger nannten sich damals allerdings noch “diarists”, “journalists”, “journallers”, oder “journalers”. Einige nannten sich gar “escribitionists”. Sie verstanden sich mehr als Newsjournalisten (Aktuelle Meldungen zuerst, logisch eigentlich) oder als Tagebuchschreiber. Das verfassen von persönlichen Tagebüchern war damals (wie wohl auch Heute noch) der häufigste Grund für das Betreiben eines Weblogs.

Die bezeichnung “Weblog” oder “Blog” tauchte erstmals 1997 bzw. 1999 auf (von “weblog” über “we blog” zu “blog” war anscheinend doch ein langer Weg). Heute hat sich “Blog” etabliert und ist in aller Munde. Zeitungen berichten bereits über Blogs und nicht mehr nur umgekehrt. Sie sind (nominell) eine neue Macht in der Medienwelt.
Die erste Blog-Community mit Kommentaren, Trackbacks, etc. startete 1998 (www.opendiary.com).

Statistiken

Die Anzahl der Weblogs im Internet ist schwierig zu bestimmen. Am besten nimmt man die Zahlen, der sogenannten “Weblog-Tracker” wie zum Beispiel www.blogrolling.com, www.blo.gs, www.weblogs.com, www.blogger.com und www.technorati.com. Ein Problem ist, dass es Weblogs gibt die doppelt oder gar nicht eingetragen sind. Ausserdem habe ich nur bei www.blo.gs Angaben zu Anzahl Weblogs gefunden. Einige Zahlen sind Zusammenführungen aus verschiedenen Portalen. Deshalb sind sie auch nicht verlässlich, doch sie sind eine Annäherung an die Wirklichkeit.

Hier können ein paar Zahlen nachgelesen werden (3. Quartal 2006):

So das wars. Hier noch einige Links:

Übrigens: Das “erste” Weblog von J. Hall gibts immer noch unter http://www.links.net/daze/

Pseudowissenschaft mit Google Trends

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Google Trends

Google Trends ist ein relativ neuer Service von google.com mit dem man den Umfang der Suchanfragen einzelner Begriffe nachschlagen kann. Die Statistiken werden erst seit 2004 im grossen Stil erhoben. Man kann auch mehrere Stichwörter miteinander vergleichen. Zusätzlich bietet der Service auch immer Verweise zu Newsbeiträgen zum gesuchten Stichwort. Dies erleichtert die Suche nach etwaigen Gründen für Ausschläge im Suchverhalten.

Nachdem kürzlich in den Zeitungen wieder einmal die auf Google meistgesuchten Begriffe veröffentlicht wurden unternahm ich kurzerhand einige weitere, meiner Meinung nach weitaus interessantere Nachforschungen.

Einige Interessante Anfragen

Schlussfolgerungen ziehen?

Kann man aus diesen oberflächlichen Betrachtungen überhaupt irgendwelche Schlussfolgerungen ziehen? Im Falle von “Christmas” kann man das Bestimmt. Weihnachten steht vor der Tür, Geschenke müssen gekauft oder gesucht werden (Siehe auch Weihnachten und Geschenk (gift)). Der Kurvenverlauf ist sehr Eindeutig. Das ganze Jahr über verläuft sie flach auf tiefem Niveau. Erst im Oktober/November steigt sie schnell und massiv an (überholt gar die se*-Anfragen).

Se* vs. Job?

Doch was haben se* und Jobs miteinander zu tun? Und weshalb steigt die Nachfrage nach ersterem Mitte Dezember an und fällt Ende Dezember wieder, währen die Jobs erst Ende Dezember steigen und Mitte Dezember gar ihren Jahrestiefpunkt erreichen? Zufall?

Zu beachten ist, dass die ganze Welt in die Statistik mit einfliesst. Wenn man nur einzelne Staaten betrachtet, sehen die Resultate ganz Unterschiedlich aus. In Holland wird praktisch nie nach “jobs” gesucht. In Grossbritannien hingegen ist der oben beschriebene Effekt sehr stark ausgeprägt. Die Suche nach “jobs” überwiegt teilweise sogar. In den USA ist der Effekt weit weniger dominant (kann also nicht unbedingt auf Sprachunterschiede zurückgeführt werden). Auch in der Schweiz ist der Effekt zwar erkennbar, aber nicht ausgeprägt.

Welche Gründe könnte ein derartiges Suchverhalten (speziell in Grossbritannien) haben?

Im Moment habe ich keine überzeugende Erklärung parat. Falls jemand eine Vermutung hat freue ich mich über einen Kommentar…

Wer ist Hattrick?

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Seit etwas weniger als 2 Jahren bin ich stolzer Besitzer eines Hattrick Teams! Am Anfang war ich noch sehr skeptisch gegenüber diesem Spielprinzip und habe ab und zu mal eine Spiel-Aufstellung ausgelassen und die falschen Spieler für viel zu viel Kohle gekauft. Aber heute bin ich ein Fan-atic und verbringe Woche für Woche Stunden mit der Suche nach der richtigen Aufstellung gegen den nächsten Gegner. Ich suche Spieler die in mein Team passen oder verkaufe meine Altstars oder Nachwuchsspieler um mit ihnen Geld zu verdienen. Aber wer verdient denn nun Geld an diesem Spiel? Wer steckt hinter diesem ominösen www.hattrick.org? Wie heissen die klugen Köpfe?

Gibraltar, 26 Main Street

Also ab nach hattrick.org und nach einem Impressum suchen… Zunächst finde ich natürlich nichts, bis ich im Shop auf folgende Adresse stosse:

Hattrick Limited
Suites 41/42, Victoria House
26 Main Street
Gibraltar
 

Kommen die Leute wirklich aus Gibraltar? Ich bin davon gar nicht überzeugt. Die haben wohl nur den Geschäftssitz dahin gelegt um Steuern zu sparen. Weitersuchen! Ich gebe also dieses "Hattrick Limited" in Google ein. Und voilà! Der erste Treffer ist gleich ein Wikipediaeintrag für den Software-Entwickler von Hattrick.

ExtraLives AB

Es ist ExtraLives AB. Ursprünglich bestehend aus 3 Personen beschäftigen sie jetzt über 14 Personen und sind fast nur noch mit der Weiterentwicklung von Hattrick beschäftigt. Die Firma existiert seit September 2000. Die Namen der Entwickler (alle aus Schweden) sind:

  1. Björn Holmér (HT-Bjorn)
  2. Johan Gustafson (HT-Johan)
  3. Daniel Abrahamsson (HT-Daniel)

Die Leute bei ExtraLives AB haben eine spezielle Game-Philosophie: "Games are open-ended, and are driven by player interactions, not by computerised opponents that often fail to surprise or challenge the user." Sie nennen das "social Gaming". Ich habe den Eindruck diese Leute sind ziemlich clever. Das sind nun also die Typen… Aber haben die auch was verdient dabei? Gibt es einen Geschäftsbericht? Ist die Firma an der Börse kotiert?

Tja um diese Frage zu beantworten hätte es schon gereicht die schwedische Abkürzung für Aktiengesellschaft zu wissen: AB (Aktiebolag)! Und was steht denn im Namen der Frima? Eben dieses AB. Also: Börsenkotiert. Für weitere Informationen mal nachsehen auf: www.extralives.com

Leider nichts gefunden. Wie stehts mit der schwedischen Börse bzw. dem Aktionindex? Börsenkotierte Unternehmen haben in der Regel eine Informationspflicht. Veröffentlichung von Bilanz und Jahresrechnung. Wo ist denn die? Nicht gefunden! Stattdessen bin ich auf den - mir bisher unbekannten - grössten Konkurrenten von Hattrick gestossen. www.managerzone.com. Daran ist laut www.businesswire.com auch Vodafone beteiligt. Gleich mal anmelden und ausprobieren!

Es ist geschehen…

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Die Wahlen sind vorüber! Die SVP und die Grünen gewinnen, die SP verliert. Einige müssen in den zweiten Wahlgang (Ueli), doch sollte es in den meisten Fällen keine Überraschungen mehr geben. Die Wahlbeteiligung betrug sagenhafte 50%. Jedoch nur im Durchschnitt.

Wie immer bestätigt nämlich die Ausnahme die Regel: Im Kanton Uri betrug die Wahlbeteiligung mickrige 20%, was auch nicht höher zu erwarten war angesichts der mangelnden Kandidatenvielfalt.

Vorbildlich habe ich trotzdem gewählt und zwar Herrn und Frau “Niemand” aus “Niemandsland” für den Ständerat und Frau “I. Jemand” für den Nationalrat. Leider hatte meine Stimme keinen Einfluss auf das Endergebnis… (don’t try this at home)

Dem Ausgang der Wahl stehe ich zwiespältig gegenüber. Die Verluste der SP sind mir egal, da ja die Grünen und vor allem die - weniger radikale - CVP dazugewonnen haben. Die Gewinne der SVP hielten sich angesichts ihres riesigen Werbebudgets zum Glück in Grenzen. Es wird sich zeigen, ob sie ihre 64 Sitze auch in tagespolitische Erfolge ummünzen können. Lichtblick im Wahlgewitter sind für mich die Grünliberalen. Endlich eine Partei, welche nicht nur Das Eine will (liberale Wirtschaft oder Klimaschutz), sondern sich explizit darum bemüht beide Komponenten miteinander in Einklang zu bringen. (www.grunliberale.ch)

Noch ein Wort zum Medienaufmarsch am Wahlsonntag: Es ist gutes Recht und auch Pflicht der Medien über die Wahlen zu berichten. Doch scheint mir der Umfang der Berichterstattung übertrieben. Den ganzen Tag über Hochrechnungen spekulieren und diskutieren (Schweizer Fernsehen), welche erst um 19 Uhr abends erscheinen, ist für mich zumindest eine kritische Überlegung wert. Besser machten es die öffentlichen Radiosender (DRS 1 und 3) welche halbstündlich über aktuelle Resultate berichteten.

Wann ist eine Wahl eine Wahl?

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Endlich!? Am Wochenende stehen wieder einmal die eidgenössischen Wahlen vor der Türe (National- und Ständerat).

Ich als Student der VWL und Schweizer Bürger informiere mich natürlich über die politischen Parteien, über deren Exponenten, Themen und Wahlkampfkampagnen. Und ich werde mich auch für den Ausgang des Urnengangs interessieren, mich auch über den Wahlsieg der Schweizerischen Volks(verdummungs)partei ärgern.

Doch es wird für mich immer schwieriger einen Sinn hinter dem Wahl-Akt "an sich" zu sehen. Denn: Wann ist eine Wahl eine Wahl? Und: Lohnt es sich - nur aus Prinzip - wählen zu gehen, auch wenn man faktisch keine Wahl hat? Ehrlich gesagt, es fällt mir nicht leicht eine Entscheidung zu fällen: Abstimmen gehen und die zwei kandidierenden, amtierenden Ständeräte (keine Herausforderer) sowie die eine kandidierende und selbstverständlich amtierende Nationalrätin auf meine Wahlzettelchen schreiben, oder… Am liebsten würde ich das Abstimmungscouvert der nächsten Pfadigruppe für die Papiersammlung mitgeben.

Kurz gesagt: Kanton Uri. Zwei Sitze –> zwei Kandidaten. Ein Sitz –> eine Kandidatin. Ist das eine Wahl? Habe ich eine Wahl? Zumindest keine Qual! ;-)

Web 2.Was?

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Alle reden vom ach so neuen "Web 2.0". Doch anscheinend weiss niemand so genau was das ist. Websites und Software Firmen wollen sich gegenseitig mit dem Argument ausstechen, dass ihre Produkte ach-so-Web 2.0-tauglich sind. Für sie ist das Schlagwort "Web 2.0" bloss eine Vermarktungsstrategie. Doch was bedeutet es denn nun?

Vor der Version 2 muss es eine Version 1 gegeben haben. Das dürfte wohl jedem einleuchten. Und der Wechsel vom 1.0 (anscheinend ist die "0" wichtig) zum 2.0 muss irgendwann in den letzten Jahren stattgefunden haben. Denn der Begriff ist erst seit kurzem geläufig. Was hat sich verändert im Internet das es verdient mit "eure Eminenz, das Web 2.0" angesprochen zu werden? Ich muss schauen, der Artikel nicht zu lang wird deshalb also nur ein paar Stichworte die mir auf Anhieb in den Sinn kommen:

  • Netscape vs. Microsoft
  • MSN, Lycos vs. Google
  • Information vs. Community
  • Persönliche Homepage vs. Blog
  • Chat vs. Videotelefonie
  • Ajax, CSS, JavaScript, PHP, CGI, RSS, etc.
  • Internet-Blase
  • Messaging
  • MP3, Napster, P2P
  • Open-Source, GNU Public License, Linux

Das also ist eine Andeutung meiner Interpretation von Web 2.0. Doch was ist die offizielle? Googeln nach "what is web 2.0": Die zwei besten Resultate

Jetzt habe ich selber dieses Schlagwort benutzt um einen Artikel zu schreiben. Ich schäme mich dafür. Aber ich bin wirklich vollständig integriert (assimiliert?).

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