Die Wahlen sind vorüber! Die SVP und die Grünen gewinnen, die SP verliert. Einige müssen in den zweiten Wahlgang (Ueli), doch sollte es in den meisten Fällen keine Überraschungen mehr geben. Die Wahlbeteiligung betrug sagenhafte 50%. Jedoch nur im Durchschnitt.
Wie immer bestätigt nämlich die Ausnahme die Regel: Im Kanton Uri betrug die Wahlbeteiligung mickrige 20%, was auch nicht höher zu erwarten war angesichts der mangelnden Kandidatenvielfalt.
Vorbildlich habe ich trotzdem gewählt und zwar Herrn und Frau “Niemand” aus “Niemandsland” für den Ständerat und Frau “I. Jemand” für den Nationalrat. Leider hatte meine Stimme keinen Einfluss auf das Endergebnis… (don’t try this at home)
Dem Ausgang der Wahl stehe ich zwiespältig gegenüber. Die Verluste der SP sind mir egal, da ja die Grünen und vor allem die - weniger radikale - CVP dazugewonnen haben. Die Gewinne der SVP hielten sich angesichts ihres riesigen Werbebudgets zum Glück in Grenzen. Es wird sich zeigen, ob sie ihre 64 Sitze auch in tagespolitische Erfolge ummünzen können. Lichtblick im Wahlgewitter sind für mich die Grünliberalen. Endlich eine Partei, welche nicht nur Das Eine will (liberale Wirtschaft oder Klimaschutz), sondern sich explizit darum bemüht beide Komponenten miteinander in Einklang zu bringen. (www.grunliberale.ch)
Noch ein Wort zum Medienaufmarsch am Wahlsonntag: Es ist gutes Recht und auch Pflicht der Medien über die Wahlen zu berichten. Doch scheint mir der Umfang der Berichterstattung übertrieben. Den ganzen Tag über Hochrechnungen spekulieren und diskutieren (Schweizer Fernsehen), welche erst um 19 Uhr abends erscheinen, ist für mich zumindest eine kritische Überlegung wert. Besser machten es die öffentlichen Radiosender (DRS 1 und 3) welche halbstündlich über aktuelle Resultate berichteten.
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