Heute habe ich mich mal ausführlich über sogenannte “Premium SMS Services” schlau gemacht. Dabei bin ich immer wieder über das Wort “Micropayments” gestossen.
“Micropayments” sind kleine Zahlungen, die erst abgerechnet und bezahlt werden, wenn eine bestimmte Summe zusammen gekommen ist. Beispielsweise eben ein SMS-Service (Jamba, SBB Fahrplan, …) bei dem pro verschickte oder empfangene Nachricht ein kleiner Betrag - zusätzlich zum Standardtarif des Mobilfunkanbieters - anfällt. Diese kleinen Zahlungen jedes mal direkt zu bezahlen würde sowohl für den Anbieter wie auch für den Benutzer einen viel zu grossen Aufwand bedeuten.
Beim Beispiel SBB-Fahrplan werden sämtliche Anfragen über die Abo-Rechnung an Swisscom/Orange/Sunrise bezahlt (die 20 Rp. pro SMS sind selbst auch Micropayments). Der Handyanbieter überweist dann den kumulierten Betrag an die SBB. So spart die SBB einen rechten Batzen.
Übertragbar aufs Internet?
Wäre diese Methode nicht auch aufs Internet anwendbar? Heute bezahlen wir einmalig für unseren Internetzugang an den Provider, und zusätzlich für jeden gelesenen NZZ Artikel an den NZZ-Verlag, für jeden MP3-Song auf iTunes…
Könnte man für Zusatzservices wie einzelne Zeitungsartikel, MP3’s oder andere Webinhalte nicht einfach über einen “Micropay”-Button (freiwillig?) einen kleinen Betrag überweisen (20 Rp.), der akkumuliert, und Ende Monat an den Inhaltsanbieter ausbezahlt wird? So wären wir vielleicht eher bereit für einen heruntergeladenen MP3-Song oder eine gelesene Webseite zu bezahlen. Die Abrechnung über den Provider würde für uns Internetnutzer einen wesentlich geringeren Aufwand bedeuten, als für jeden Service extra ein Online-Konto einzurichten.
Mit einem solchen System könnte man auch kleinere nützliche Anbieter unterstützen. Wie z.B. einen Comiczeichner, welcher sein Werk ins Internet stellt und wegen hoher Besucherzahlen einen eigenen Server betreiben muss. Durch (freiwillige) Micopayments könnte der Zeichner einen Teil seiner Kosten decken, oder gar Gewinn machen (die Masse macht’s!). 20 Rappen bezahlen wir gerne für einen lustigen Comic. Aber gleich Anmelden und 20 Fr. für ein Comic-Abo abdrücken? Eher weniger!
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