Hochrechnungen zur US-Wahl

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Zunächst hier einmal eine Liste der Sender, welche live mit Spezialsendungen über die US Präsidentschaftswahlen berichteten:

  • RTL/N-TV (gleiche Berichterstattung)
  • Sat 1/Pro 7 (gleiche Berichterstatung)
  • ORF 2
  • ZDF
  • ARD
  • SF1 (+Liveschaltungen zu CBS)
  • CNN

(Warscheinlich wären es noch mehr, doch zum Glück ist mein Senderangebot beschränkt.)

“Optisch” jung und kompetent

Rein optisch waren sich die vielen Sender ziemlich ähnlich. Ständig lief eine Laufschrift mit den neuesten Informationen am unteren Bildschirmrand. Der Rest war bis Oben gefüllt mit schönen Grafiken, Rednerpulten, Grossleinwänden, Zahlen und Menschen. Die Moderatoren waren allesamt im mittleren Alter, sollten aber trotzdem jung und kompetent wirken.

Als Beispiel Stephan Klapproth von SF1: Seine Mähne hing ihm fast bis zu den Schultern. Seine Haare waren zusammen mit seinen Armen ständig in Bewegung. Er durchlöcherte seine Gäste (zwei Männer links, zwei Frauen rechts, alle mit einem kleinen Laptop vor der Nase) im Sekundentakt mit den selben neuen Fragen. Die Gäste hatten kaum Zeit zum Antworten. Immer wieder musste Klapproth die durchaus interessanten Statements seiner Experten unterbrechen: ”Ah! Ich sehe gerade, CBS hat wieder eine neue Hochrechnung”. Der Gast wird nie mehr Gelegenheit erhalten seine Argumente zu Ende zu bringen, die gestellte Frage ist schnell vergessen…

Schon ab zwei Uhr morgens stellt Klapproth alle zehn Minuten fest: ”Also meine Damen und Herren! Obama hat diese Wahl gew… äääh… es sieht nun ganz deutlich … nein fast danach aus als hätte Obama diese Wahl jetzt… nein bald… vielleicht gewonnen!” Ein paar mal verkündet er so fast den Sieg Obamas und muss sich dann Wortgewandt heraus- und darumherumreden. Sehr amüsant, mehr nicht…

Die Hochrechnung

Doch nun kommt das wirklich interessante an der Wahl-Berichterstattung: Die Hochrechnung. Beim Durchzappen durch die verschiedenen Sender fiel mir auf, dass die ja alle unterschiedliche Zahlen haben!

Hier ein kleiner Überblick, erfasst am Mittwoch, 05.11.08 um 02:20 Uh und 02:40 Uhr

Hochrechnungen
2:20 Uhr 2:40 Uhr
Sender Obama McCain Obama McCain
RTL/N-TV 82 34 103 49
Sat 1/Pro 7 77 34 102 34
ORF 2 82 39 81 34
ZDF 103 34 103 34
ARD 103 34 102 43
SF1 103 34 82 34
CNN 77 34 81 34
CBS 82 39 102 42

Was fällt auf? Die Hochrechnungen der Sender sind völlig unterschiedlich!

Bei den Sendern CBS und CNN macht das Sinn. Sie erhalten beide die neusten Auszählungen  von AP (Associated Press) übermittelt. Doch zudem haben sie ihre eigenen Mitarbeiter, welche sogenannte “Exit Polls” drchführen. Dabei befragen sie jeweils die Stimmbürger, welche gerade gewählt haben und aus dem Wahllokal kommen. Dies kann durchaus zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Ihre Hochrechnungen sind am ehesten brauchbar. (Links zu den Quellen für die Hochrechnungen von CNN und CBS findest du ganz unten auf der Seite)

Wir machen unser eigenes Ding

Offensichtlich haben die Europäischen Sender ihre eigenen Berechnungen angestellt. Stellen sie sich vor, eine Amerikanische TV-Station würde eine Hochrechnung zu schweizerischen oder deutschen Parlamentswahlen wagen… schier unvorstellbar. Doch die Europäer schulden es ihren Zuschauern, etwas eigenes zu machen und nicht bloss einfach die Zahlen von CNN zu übernehmen.

Leider ist meine Statistik nicht vollständig, so kann ich keine weitere fundierte Aussagen machen. Das liegt aber auch daran, dass ich auf den Homepages von SF, ARD, ZDF und N-TV keine Angaben zur Berechnung ihrer Hochrechnungen gefunden habe…

Doch Bemerkenswert ist in jedem Fall die Leistung von SF1. Ihre Hochrechnungen liefen jeweils als Lauftext am unteren Bildschirmrand. Merkwürdig ist, dass die Zahlen völlig anders waren als jene von CBS. Absurd, legten die Produzenten von SF1 doch so viel Wert auf die CBS Liveschaltungen…

Wetierführende Links

Eine Zugfahrt die ist lustig…

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Wie viele Schweizer reise ich regelmässig mit dem Zug. Doch so etwas ist mir in vielen Jahren Zugfahren noch nie passiert…

Früh morgens um 8 Uhr (jaja liebe Arbeitende, ich weiss!) war ich im Intercity unterwegs von Luzern nach Bern. Der erreicht seit ein paar Jahren in einer Stunde sein Ziel, mit Zwischenhalten in Sursee und Zofingen. Geplante Ankunft in Bern: 9 Uhr.

Los gehts!

7:55 Uhr, alles ist perfekt. Das Wetter ist gut. Beim Einsteigen schiele ich in den 1. Klasse Wagen. Die Business-Leute haben ihre Laptops auf den kleinen Tischchen aufgeschlagen, bis zu vier auf einem. Ich steige in ein leeres Viererabteil, und hoffe, dass sich niemand mehr zu mir gesellt. Aber die Hoffnung stirbt. Ein älteres Ehepaar, das später Kaffee vom Elvetino bestellen wird, setzt sich mir Gegenüber hin.

8:00 Uhr, der Fahrplan stimmt, “Achtung! Der Zug fährt ab!” erschallt aus dem Bahnhoflautsprecher.

8:20 Uhr, das Unheil nimmt seinen Lauf. Noch vor Sursee stoppt der Zug und will nicht mehr weiterfahren. In drei Sprachen versucht der hörbar sprachunbegabte Zugbegleiter zu erklären, was vor sich geht. Der Zug der vor uns fährt hat offenbar technische Probleme, deshalb kommen auch wir nicht weiter.

8:30 Uhr, der Zugbegleiter klingt etwas verstört, als er erklärt: “Dieser Zug endet hier und geht zurück nach Luzern! Wir bitten sie um [...] sank yu vor jur anderständing!” Toll!

8:40 Uhr, tatsächlich setzt sich der Zug in die andere Richtung in Bewegung. Ich beginne mich zu fragen, ob ich wohl in Luzern den neun Uhr Zug noch erwische. Doch das Problem löst sich in Luft auf. “Wir bitten sie in Sempach auszusteigen, und dann in den neun Uhr Zug nach Bern einzusteigen…”, tönt es in nicht mal gutem Hochdeutsch.

Gestrandet

9:00 Uhr, Sempach-Neudorf. Bitte alles aussteigen! Ein Teil der Businessleute will wohl wieder nach Luzern zurück und wechselt auf das andere Perron. Sie haben das Meeting wohl sowieso verpasst… Ein Mann neben mir bemerkt sarkastisch: “So viele Leute hat dieser Bahnhof wohl noch nie gesehen”. Ich schmunzle ihm zu. Für ein Gespräch ist es noch zu früh am Morgen (jaja, ich weiss!).

9:07 Uhr, der Zug aus Luzern kommt an und nimmt die Gestrandeten in sich auf. Wir sind gerettet!

PS: Gibt es da nicht dieses Lied, das da heisst: “Eine Zugfahrt die ist lustig, eine Zugfahrt die ist schön, denn da kann man viele Leute auf dem Bahnsteig stehen sehn”. Oder so ähnlich…

Von Hier bis Unendlich

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Eine Diskussion mit meiner Liebsten brachte mich auf das Thema des heutigen Blogbeitrags, welcher mit einer einfachen Frage beginnt: Wie gross ist das Universum?

Die Unendlichkeit

Die Grösse des Universums wird im Allgemeinen als Unendlich angenommen. Doch was bedeutet Unendlich? Der Begriff der Unendlichkeit ist für den Menschen nicht fassbar. Es ist das Gegenteil von Endlich, einer begrenzten, aufzählbaren Menge. Unendlich ist keine “Zahl” im eigentlichen Sinne. Aber trotzdem kann man mit der Unendlichkeit “rechnen”. Man kann sie als Hilfsmittel in Form eines Grenzwertes in der Mathematik einsetzen (Zeichen: ∞). Auch in der Ökonomie oder Statistik muss häufig die Unendlichkeit bemüht werden um ein Phänomen zu erklären. Wie könnte man ohne eine “greifbare” Unendlichkeit einen Bruch wie 10/3 (3,3 Periodisch) im Dezimalsystem darstellen und begreifen? Wie könnte man mit übergrossen Zahlen rechnen, für welche sogar die modernsten PCs (immer noch) Jahre bräuchten um sie anzuzeigen?

Alles hat ein Ende…

Jede/r kennt den Ausspruch “Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei”. Doch hat das Universum ein Ende? Wenn es nämlich wie oben besprochen Unendlich ist, hat es wohl keins. Oder doch? Hier stellt sich die Frage, ob das Universum in alle Richtungen unendlich ist, oder bloss nach oben und unten hin. Oder ist das Universum gar Ringförmig? Würde man als Weltraumreisender nach jahrelanger Reise plötzlich wieder an der Erde vorbeifliegen? UND: Könnte man sich dann überhaupt noch sicher sein, dass es sich wirklich um die selbe Erde handelt, welche man vor langer Zeit verlassen hat?

Keine Antwort ist auch eine Antwort

Trotz aller Vermutungen, Strahlungsmessungen und Modellen ist es bisher nicht möglich die Grösse des Universums zu bestimmen. Und das wird wohl noch (unendlich) lange so bleiben. Doch wofür war jetzt noch mal der Blogbeitrag gedacht? Ach ja: Eine, wenn nicht die einzige Erkenntnis aus der Unendlichkeitsdiskussion ist, dass wir Menschen nicht alle Fragen beantworten können, wir klein und unwissend sind. Trotzdem macht es Spass über solche Fragen nachzudenken! Und das ist das Schöne daran. :-) Weitere ungeklärte Fragen (Viel Spass beim Nachdenken!):

  • Wer ist Gott?
  • Was ergibt x dividiert durch 0?
  • Gibt es Ausserirdische?
  • Was ist ein Schwarzes Loch?
  • Sind Mobilfunkstrahlen schädlich?
  • Was ist Intelligenz?

Micropayments

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Heute habe ich mich mal ausführlich über sogenannte “Premium SMS Services” schlau gemacht. Dabei bin ich immer wieder über das Wort “Micropayments” gestossen.

“Micropayments” sind kleine Zahlungen, die erst abgerechnet und bezahlt werden, wenn eine bestimmte Summe zusammen gekommen ist. Beispielsweise eben ein SMS-Service (Jamba, SBB Fahrplan, …) bei dem pro verschickte oder empfangene Nachricht ein kleiner Betrag - zusätzlich zum Standardtarif des Mobilfunkanbieters - anfällt. Diese kleinen Zahlungen jedes mal direkt zu bezahlen würde sowohl für den Anbieter wie auch für den Benutzer einen viel zu grossen Aufwand bedeuten.

Beim Beispiel SBB-Fahrplan werden sämtliche Anfragen über die Abo-Rechnung an Swisscom/Orange/Sunrise bezahlt (die 20 Rp. pro SMS sind selbst auch Micropayments). Der Handyanbieter überweist dann den kumulierten Betrag an die SBB. So spart die SBB einen rechten Batzen.

Übertragbar aufs Internet?

Wäre diese Methode nicht auch aufs Internet anwendbar? Heute bezahlen wir einmalig für unseren Internetzugang an den Provider, und zusätzlich für jeden gelesenen NZZ Artikel an den NZZ-Verlag, für jeden MP3-Song auf iTunes…

Könnte man für Zusatzservices wie einzelne Zeitungsartikel, MP3’s oder andere Webinhalte nicht einfach über einen “Micropay”-Button (freiwillig?) einen kleinen Betrag überweisen (20 Rp.), der akkumuliert, und Ende Monat an den Inhaltsanbieter ausbezahlt wird? So wären wir vielleicht eher bereit für einen heruntergeladenen MP3-Song oder eine gelesene Webseite zu bezahlen. Die Abrechnung über den Provider würde für uns Internetnutzer einen wesentlich geringeren Aufwand bedeuten, als für jeden Service extra ein Online-Konto einzurichten.

Mit einem solchen System könnte man auch kleinere nützliche Anbieter unterstützen. Wie z.B. einen Comiczeichner, welcher sein Werk ins Internet stellt und wegen hoher Besucherzahlen einen eigenen Server betreiben muss. Durch (freiwillige) Micopayments könnte der Zeichner einen Teil seiner Kosten decken, oder gar Gewinn machen (die Masse macht’s!). 20 Rappen bezahlen wir gerne für einen lustigen Comic. Aber gleich Anmelden und 20 Fr. für ein Comic-Abo abdrücken? Eher weniger!

Mein erster WK

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Es ist soweit… Nach jahrelangem Drücken und Verschieben rücke ich Morgen, fünf Jahre nach meiner Rekrutenschule, in den ersten WK ein. Das ist beileibe kein frohes Ereignis. Nur schon der morgige Tag wird ein Alptraum:

Um vier stehe ich auf, dann laufe ich mit allem Gepäck in 10 Minuten zum Bahnhof (es fährt noch kein Bus). Um 4.51h fährt der Zug richtung Zürich. Um 7.32h komme ich dann in Sargans SG an. Dort warte ich eine halbe Stunde auf den Shuttlebus, der um 8h fährt. Nach zwanzig Minuten Fahrt gelange ich an meinen Zielort: Die Festung Magletsch.

Wie unser ehemalige Verteidigungsminister Dölf Ogi bereits sagte: Freude Herrscht!

Aber nicht bei mir…

Mafia vs. Staat

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Mein Töggeli-Kollege G. aus Sizilien importiert Honig, Schokolade, Olivenöl und andere Spezialitäten aus seiner Heimat. Auf die Auswirkungen von Mafia-Aktivitäten auf sein Geschäft angesprochen, bekam ich eine völlig unerwartete Antwort:

Was denn die Mafia anderes mache als in der Schweiz der Staat, die Versicherungen und die Banken, fragte er mich zurück. Weiter: In der Schweiz müsse man für die (obligatorische) Versicherung und Krankenkasse bezahlen. Genau das, und nichts anderes, mache doch auch die Mafia…

Als Mensch konnte ich seine Antwort nicht verstehen. Denn Erpressung und (körperliche) Gewalt ist für mich nicht mit der legitimen staatlichen Gewalt vergleichbar. Ausserdem führt der Kampf um die Vorherrschaft zwischen den Familien immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen. Das ist kein wünschenswerter oder haltbarer Zustand.

Als angehender Ökonom musste ich ihm allerdings teilweise recht geben. Was spielt es für eine Rolle, ob man dem Staat oder der Mafia sein Geld gibt? Schlussendlich erzielt man mit beidem den gleichen Effekt.

Aber trotzdem: Wenn alle so denken wie er, ist es nicht verwunderlich, wenn die Mafia den Kampf gegen eine staatliche Ordnung auch in Zukunft gewinnt.

PS: Leider konnte ich ihm keine Informationen über das konkrete Vorgehen der Mafia "entlocken". Vielleicht war ich zu wenig aggressiv? Doch warscheinlicher ist: Er wollte einfach nicht…

Mehr Infos zur Mafia: Mafia (Wikipedia)

Wann ist eine Wahl eine Wahl?

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Endlich!? Am Wochenende stehen wieder einmal die eidgenössischen Wahlen vor der Türe (National- und Ständerat).

Ich als Student der VWL und Schweizer Bürger informiere mich natürlich über die politischen Parteien, über deren Exponenten, Themen und Wahlkampfkampagnen. Und ich werde mich auch für den Ausgang des Urnengangs interessieren, mich auch über den Wahlsieg der Schweizerischen Volks(verdummungs)partei ärgern.

Doch es wird für mich immer schwieriger einen Sinn hinter dem Wahl-Akt "an sich" zu sehen. Denn: Wann ist eine Wahl eine Wahl? Und: Lohnt es sich - nur aus Prinzip - wählen zu gehen, auch wenn man faktisch keine Wahl hat? Ehrlich gesagt, es fällt mir nicht leicht eine Entscheidung zu fällen: Abstimmen gehen und die zwei kandidierenden, amtierenden Ständeräte (keine Herausforderer) sowie die eine kandidierende und selbstverständlich amtierende Nationalrätin auf meine Wahlzettelchen schreiben, oder… Am liebsten würde ich das Abstimmungscouvert der nächsten Pfadigruppe für die Papiersammlung mitgeben.

Kurz gesagt: Kanton Uri. Zwei Sitze –> zwei Kandidaten. Ein Sitz –> eine Kandidatin. Ist das eine Wahl? Habe ich eine Wahl? Zumindest keine Qual! ;-)

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