Warum die Zentralbanken die Zinsen senken

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Im Zuge der Finanzkrise gab es immer wieder Meldungen, dass die Zentralbanken ihre Zinsen senken. In einer orchestrierten Aktion mehrerer Notenbanken wurden die Zinsen gesenkt. Doch wozu dienen diese Zinssenkungen?

Der Preis für Kredite

Ein Zinssatz ist in erster Linie der Preis, den Banken und Unternehmen, aber auch Privatpersonen für Kredite bezahlen. Wie bei anderen "Gütern" richtet sich der Preis eines Kredits nach Angebot und Nachfrage. Je mehr Geld im Umlauf ist, desto mehr davon kann für Kredite verwendet werden (Angebot). Und je schneller die Wirtschaft wächst, desto mehr müssen Unternehmen investieren, um z.B. neue Produktionsstätten zu bauen (Nachfrage). Die Unternehmen fragen also die Kredite nach.

Die Notenbank ist ein "guter" Monopolist

Die Notenbank hat in der Regel ein Monopol auf das Geldangebot. Sie kann theoretisch unendliche Kredite vergeben. Doch um Inflation zu verhindern (was das oberste Ziel einer Notenbank ist) darf sie das nicht tun. Das extreme Beispiel, was passiert wenn eine Notenbank zu viel Geld druckt und ausgibt, ist die Hyperinflation.

Die Notenbank kann auf verschiedene Arten Geld ins Wirtschaftssystem pumpen. Eine Möglichkeit ist das sogenannte "Repo-Geschäft". Dabei übergibt die Notenbank einer Geschäftsbank (z.B. UBS, CS, Kantonalbanken, Raiffeisen, usw.) Geld. Im Gegenzug erhält sie Sicherheiten in Form von Wertschriften und einen Zins. Die Notenbank steuert diesen Zins eben genau mit Hilfe der Angebotsmenge, sie kann ihn also nur indirekt beeinflussen.

Entscheidet sie sich, weniger Geld zu "verteilen", so verteuert sich das Geld. Der Zins steigt. Wenn im Gegensatz dazu die Nachfrage nach Krediten (von den Unternehmen) steigt und die zu verteilende Geldmenge gleich bleibt, dann verteuern sich die Kredite ebenfalls.

Günstige Kredite generieren Wachstum

Wenn die Notenbanken also die Zinsen senken, bedeutet das, dass sie mehr Kredite vergeben wollen. Dies tun sie um die im Zuge der Finanzkrise entstandene hohe Nachfrage nach Flüssigem zu bedienen.

Die Banken brauchen Kredite um ihre Löcher zu stopfen. Zudem kurbelt ein tieferer Zins die Investitionstätigkeit der Unternehmen an. Sie brauchen diese Kredite z.B. um neue Produkte zu entwerfen, Fabriken zu bauen oder neue und schnellere Computer anzuschaffen. Dies führt mittel- bis langfristig zu Wirtschaftswachstum einhergehend mit neuen Jobs (tiefere Arbeitslosenzahlen) und neuen Produkten.

Die ungemütliche Alternative

Stellen wir uns vor, die Zinsen würden nicht gesenkt. Banken und Unternehmen erhalten keine Kredite oder müssen sehr viel dafür bezahlen. Das führt vor allem bei Unternehmen zu höheren Produktionskosten. Höhere Produktionskosten führen zu Entlassungen oder Kurzarbeit. Die Konsumenten erhalten weniger Lohn, können sich weniger leisten und konsumieren weniger. Weniger Mitarbeitende in einem Unternehmen können weniger Produkte herstellen oder Arbeiten wegen fehlender Ausstattung mit geringerer Produktivität. Mit anderen Worten: Die Wirtschaft schrumpft.
Und das ist es, was die Notenbank verhindern will…

Finanzkrise? Kreditkrise?

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In allen Medien wird heftig diskutiert und geschrieben über die aktuelle weltweite Finanzkrise. Doch noch nirgends habe ich erfahren, wie es denn nun im Detail zur gegenwärtigen Situation kam. Dieser Artikel ist ein Versuch, dieses Manko zu beheben.

Die Ursache

Am Anfang steht der Immobilienmarkt in den USA. Die Hausbesitzer konnten sich bis vor ein paar Jahren auf steigende Häuserpreise verlassen. Damit stieg der Wert ihrer Häuser stark an. Da die meisen Hausbesitzer neben ihrem Haus über wenig Eigenkapital (Erspartes) verfügten, mussten sie Kredite aufnehmen um ihren (ausschweifenden?) Konsum zu finanzieren. Als Sicherheit für die Kredite dienten ihnen die noch wertvollen Immobilien.

Die Verkäufer der Kredite bekamen vielfach einen grösseren Bonus, wenn sie mehr Kredite an den Mann brachten. Dies sollte Anreize schaffen, um mehr zu Arbeiten und mehr zu Verkaufen. Diese Banker nutzten die Gunst der Stunde und verkauften munter weitere Kredite an - real gesehen - schlechte Schuldner. Jene Schuldner werden heute als die Subprime-Schuldner bezeichnet. Die Banker bündelten die vielen Kredite und verkauften sie teuer als sogenannte “strukturierte Produkte” an andere Banken und Investmentgesellschaften, die an den hohen Zinserträgen teilhaben wollten.

Doch irgendwann überstieg die Zinslast der Hausbesitzer ihr Einkommen/Vermögen, und sie konnten ihre Kredit- und Hypotekarschulden nicht mehr bezahlen. Die gebündelten “Zinserträge” verloren schnell an Wert. Die vormals als risikoarm (AAA) eingestuften Wertpapiere waren wertlos.

Die Abschreiber

Die Wertverluste der Papiere führte bei deren Besitzern (Banken, Investmengesellschaften) zu einem Totalausfall. Die “Subprime”-Papiere waren wertlos. Statt zehn Milliarden plötzlich Null (0) Franken auf dem Konto! Da die Wertpapiere in der Bilanz der Unternehmen zu Marktpreisen bewertet werden müssen, verschlechterte sich die Lage der Banken schlagartig. Sie haben die Papiere teuer eingekauft und haben sich davon hohe Gewinne versprochen. Das viele Geld ist plötzlich “verschwunden”.

Die Risikoprämie

Bei vielen Banken ist die Kapitaldeckung gering. Das bedeutet, dass sie nur einen Bruchteil der auf ihren Rechnungskonten liegende Buchgeld tatsächlich - in Banknoten und Münzen - zur Verfügung haben. Kein Buchgeld mehr und kein “reales” Geld mehr! Was nun? Kredite müssen aufgenommen werden. Im Normalfall leihen sich die Banken gegenseitig zu einem Zinssatz (LIBOR) Geld aus. Doch würde jemand einer Bank, die auf wackeligen Beinen steht, einen Kredit geben? Wohl kaum. Und wenn, dann nur zu einem Zinssatz, der sich gewaschen hat. Diesen Aufschlag auf den üblichen Zinssatz nennt man Risikoprämie.

Dank diesem Zinsaufschlag überlegt sich der potentielle Schuldner zweimal, ob er den Kredit aufnehmen soll oder nicht. Und auch der Gläubiger hat, falls der Schuldner Konkurs geht, wenigstens in der “guten” Zeit noch einen schönen Batzen erhalten.

Der Konkurs

Die Bank “Lehman Brothers” - eine Investmentbank - ist genau wegen diesem Effekt untergegangen. Sie hatten zu wenig “Cash” um ihre von ihren Gläubigern eingeforderten Schulden zu bezahlen. Sie bekamen keine Kredite von anderen Banken, da sie die Risikoprämie nicht bezahlen konnten (auch dafür brauchts das liebe “flüssige” Geld). Viele andere Banken haben durch die Krise Probleme erhalten. z.B. die UBS, die CS, AIG (ein Versicherungsunternehmen), Washington Mutual, Hypo Real Estate, Freddie Mac und Freddie Mae, und viele mehr.

Der Staat

Einige der angeschlagenen Unternehmen wurden vom Staat gerettet, indem sie entweder von ihm aufgekauft (verstaatlicht) wurden oder indem sie von der jeweiligen Zentralbank (Nationalbank) billige Kredite aufnehmen durften. Die Zentralbanken sind in der Lage diese Kredite zu geben. Sie verfügen über eine unerschöpfliche Geldquelle: Die Notendruckerei. Doch nicht alles was glänzt ist Gold, denn auch der Staat ist Mitschuldig an der Krise.

Ein Beispiel: In der Schweiz gibt es hohe Anforderungen an die Eigenkapitaldeckung von Banken. Sie müssen einen gewissen Prozentsatz ihres Buchgeldes durch tatsächliches Geld gedeckt haben, um evtl. bei einem Bank-Run (die Bankkunden haben Angst um ihr Geld auf dem Konto, und räumen es leer) genügend Geld zu haben. In den USA hingegen ist diese Vorschrift vernachlässigt worden.

Die Konsumentenpreise

Die Notenbanken müssen also als Kreditgeber herhalten. Doch dies ergibt ein weiteres Problem. Es gibt Inflation: Die Preise steigen. Das wäre nicht so schlimm, wenn die Löhne auch steigen würden. Doch die Löhne werden im Normalfall für mehrere Jahre ausgehandelt, und nicht jeden Monat angepasst. Dies wiederum führt zu finanziellen Engpässen bei den Konsumenten.

Schlechterverdienende können sich ihre Mahlzeit kaum mehr Leisten, weil der Preis für Spaghetti um 20% gestiegen ist. Sie gehen weniger ins Kino, weil das Autofahren (Benzin) teurer wurde. All dies führt zu einer schlechten Stimmung unter den Konsumenten. Sie können sich nicht leisten, was sie eigentlich haben möchten. Und sie sparen lieber für schlechte Zeiten, als die hohen Preise zu bezahlen. Darunter leiden die anderen Unternehmen, welche eigentlich gar nichts für die Krise können. Die Spirale dreht sich!

Die Börse

Ein weiterer Spieler im Kreditkrisenspiel sind die Aktienbörsen. Der Verkauf von Aktien kann auch ein Weg sein, ein Unternehmen mit Liquidität zu versorgen. Doch wenn die Aktienpreise im Keller sind, dann lohnt es sich für ein Unternehmen auch nicht mehr, Aktien zu emittieren (herausgeben).

Die Krise an den Kreditmärkten hat die Händler und Spekulanten an der Börse völlig verunsichert. Sie verkaufen die schlechten Papiere von Banken und Investmentgesellschaften, aus Angst, das Unternehmen könnte Bankrott gehen. Die Preise steigen in den Keller. Die Stimmung der Händler wird auch durch Staatsaktivitäten beeinflusst. So stiegen die Aktienindizes (Kennzahl für den Wert eines Aktienkorbes), als es in den USA nach einer grossen Hilfsaktion aussah. Aber als sich die Lage im Amerikanischen Kongress änderte, kippte die Stimmung wieder.

Solche Stimmungsschwankungen führen somit zu grossen Schwankungen bei Aktienpreisen. Diese sogenannte Volatilität macht das Anlegen zu einer hoch Riskanten angelegenheit. Man weiss nie was noch passieren wird…

Das Fazit

Falsche Anreize, Unsicherheit und Risiko sind die zentralen Ursachen der Finanzkrise. Aber auch menschlicher Leichtsinn hat erheblich zum turbulenten Absturz beigetragen.

Blog! Blog?

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Ich habe jetzt wie viele Menschen auf dieser Welt ein Blog. Ich schreibe irgendwelche Dinge die keinen oder auch niemanden interessieren. Und schreibe und schreibe und schreibe. Viele Menschen schreiben Blogs.

Doch was bedeutet denn Blog eigentlich? Seit wann gibt es diese Bezeichnung? Definition? Wieviele gibt es? Und welcher war der erste überhaupt?

Post-Ziel: Eine kleine Blog-Geschichte

OK. Die/Eine Definition war ja ziemlich einfach zu finden. Aus http://de.wikipedia.org/wiki/Weblog:

Ein Weblog [ˈwɛblɒg] (engl. Wortkreuzung aus Web und Log), oft einfach nur Blog [blɒg] genannt, ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Neue Einträge stehen an oberster Stelle, ältere folgen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge.

Also Stichworte: Webseite, periodisch, (umgekehrt) chronologisch

First Mover

Eines der ersten Weblogs war dasjenige eines Studenten namens Justin Hall. Das war 1994. Die meisten Blogger nannten sich damals allerdings noch “diarists”, “journalists”, “journallers”, oder “journalers”. Einige nannten sich gar “escribitionists”. Sie verstanden sich mehr als Newsjournalisten (Aktuelle Meldungen zuerst, logisch eigentlich) oder als Tagebuchschreiber. Das verfassen von persönlichen Tagebüchern war damals (wie wohl auch Heute noch) der häufigste Grund für das Betreiben eines Weblogs.

Die bezeichnung “Weblog” oder “Blog” tauchte erstmals 1997 bzw. 1999 auf (von “weblog” über “we blog” zu “blog” war anscheinend doch ein langer Weg). Heute hat sich “Blog” etabliert und ist in aller Munde. Zeitungen berichten bereits über Blogs und nicht mehr nur umgekehrt. Sie sind (nominell) eine neue Macht in der Medienwelt.
Die erste Blog-Community mit Kommentaren, Trackbacks, etc. startete 1998 (www.opendiary.com).

Statistiken

Die Anzahl der Weblogs im Internet ist schwierig zu bestimmen. Am besten nimmt man die Zahlen, der sogenannten “Weblog-Tracker” wie zum Beispiel www.blogrolling.com, www.blo.gs, www.weblogs.com, www.blogger.com und www.technorati.com. Ein Problem ist, dass es Weblogs gibt die doppelt oder gar nicht eingetragen sind. Ausserdem habe ich nur bei www.blo.gs Angaben zu Anzahl Weblogs gefunden. Einige Zahlen sind Zusammenführungen aus verschiedenen Portalen. Deshalb sind sie auch nicht verlässlich, doch sie sind eine Annäherung an die Wirklichkeit.

Hier können ein paar Zahlen nachgelesen werden (3. Quartal 2006):

So das wars. Hier noch einige Links:

Übrigens: Das “erste” Weblog von J. Hall gibts immer noch unter http://www.links.net/daze/

Wer ist Hattrick?

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Seit etwas weniger als 2 Jahren bin ich stolzer Besitzer eines Hattrick Teams! Am Anfang war ich noch sehr skeptisch gegenüber diesem Spielprinzip und habe ab und zu mal eine Spiel-Aufstellung ausgelassen und die falschen Spieler für viel zu viel Kohle gekauft. Aber heute bin ich ein Fan-atic und verbringe Woche für Woche Stunden mit der Suche nach der richtigen Aufstellung gegen den nächsten Gegner. Ich suche Spieler die in mein Team passen oder verkaufe meine Altstars oder Nachwuchsspieler um mit ihnen Geld zu verdienen. Aber wer verdient denn nun Geld an diesem Spiel? Wer steckt hinter diesem ominösen www.hattrick.org? Wie heissen die klugen Köpfe?

Gibraltar, 26 Main Street

Also ab nach hattrick.org und nach einem Impressum suchen… Zunächst finde ich natürlich nichts, bis ich im Shop auf folgende Adresse stosse:

Hattrick Limited
Suites 41/42, Victoria House
26 Main Street
Gibraltar
 

Kommen die Leute wirklich aus Gibraltar? Ich bin davon gar nicht überzeugt. Die haben wohl nur den Geschäftssitz dahin gelegt um Steuern zu sparen. Weitersuchen! Ich gebe also dieses "Hattrick Limited" in Google ein. Und voilà! Der erste Treffer ist gleich ein Wikipediaeintrag für den Software-Entwickler von Hattrick.

ExtraLives AB

Es ist ExtraLives AB. Ursprünglich bestehend aus 3 Personen beschäftigen sie jetzt über 14 Personen und sind fast nur noch mit der Weiterentwicklung von Hattrick beschäftigt. Die Firma existiert seit September 2000. Die Namen der Entwickler (alle aus Schweden) sind:

  1. Björn Holmér (HT-Bjorn)
  2. Johan Gustafson (HT-Johan)
  3. Daniel Abrahamsson (HT-Daniel)

Die Leute bei ExtraLives AB haben eine spezielle Game-Philosophie: "Games are open-ended, and are driven by player interactions, not by computerised opponents that often fail to surprise or challenge the user." Sie nennen das "social Gaming". Ich habe den Eindruck diese Leute sind ziemlich clever. Das sind nun also die Typen… Aber haben die auch was verdient dabei? Gibt es einen Geschäftsbericht? Ist die Firma an der Börse kotiert?

Tja um diese Frage zu beantworten hätte es schon gereicht die schwedische Abkürzung für Aktiengesellschaft zu wissen: AB (Aktiebolag)! Und was steht denn im Namen der Frima? Eben dieses AB. Also: Börsenkotiert. Für weitere Informationen mal nachsehen auf: www.extralives.com

Leider nichts gefunden. Wie stehts mit der schwedischen Börse bzw. dem Aktionindex? Börsenkotierte Unternehmen haben in der Regel eine Informationspflicht. Veröffentlichung von Bilanz und Jahresrechnung. Wo ist denn die? Nicht gefunden! Stattdessen bin ich auf den - mir bisher unbekannten - grössten Konkurrenten von Hattrick gestossen. www.managerzone.com. Daran ist laut www.businesswire.com auch Vodafone beteiligt. Gleich mal anmelden und ausprobieren!

Web 2.Was?

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Alle reden vom ach so neuen "Web 2.0". Doch anscheinend weiss niemand so genau was das ist. Websites und Software Firmen wollen sich gegenseitig mit dem Argument ausstechen, dass ihre Produkte ach-so-Web 2.0-tauglich sind. Für sie ist das Schlagwort "Web 2.0" bloss eine Vermarktungsstrategie. Doch was bedeutet es denn nun?

Vor der Version 2 muss es eine Version 1 gegeben haben. Das dürfte wohl jedem einleuchten. Und der Wechsel vom 1.0 (anscheinend ist die "0" wichtig) zum 2.0 muss irgendwann in den letzten Jahren stattgefunden haben. Denn der Begriff ist erst seit kurzem geläufig. Was hat sich verändert im Internet das es verdient mit "eure Eminenz, das Web 2.0" angesprochen zu werden? Ich muss schauen, der Artikel nicht zu lang wird deshalb also nur ein paar Stichworte die mir auf Anhieb in den Sinn kommen:

  • Netscape vs. Microsoft
  • MSN, Lycos vs. Google
  • Information vs. Community
  • Persönliche Homepage vs. Blog
  • Chat vs. Videotelefonie
  • Ajax, CSS, JavaScript, PHP, CGI, RSS, etc.
  • Internet-Blase
  • Messaging
  • MP3, Napster, P2P
  • Open-Source, GNU Public License, Linux

Das also ist eine Andeutung meiner Interpretation von Web 2.0. Doch was ist die offizielle? Googeln nach "what is web 2.0": Die zwei besten Resultate

Jetzt habe ich selber dieses Schlagwort benutzt um einen Artikel zu schreiben. Ich schäme mich dafür. Aber ich bin wirklich vollständig integriert (assimiliert?).

Was ist die Peak/End Regel?

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Daniel Kahneman erhielt 2002 den Nobelpreis in Ökonomie für seine Arbeiten in der Verhaltensökonomie (Behavioral Economics). Kahneman war allerdings kein "richtiger" Ökonom, sondern Psychologe. In seinem Preisgekrönten Artikel erwähnt er erstmals den "Peak/End Effect".

Dieser Effekt beschreibt ein Phänomen das in unserem Gehirn auftritt. Unser Gedächtnis funktioniert demnach so, dass wir uns an emotionale Höhen (bzw. Tiefen) eines Ereignisses sowie an das Ende eines Ereignisses am besten erinnern können. Was zwischen diesen beiden Eckpfeilern liegt, ist in unserer Erinnerung oft nur schemenhaft vorhanden. Um die Auswirkungen dieses Effekts zu verdeutlichen gebe ich hier zwei Beispiele:

  1. Ein Investor beispielsweise, der in den letzten zwei Jahren grosse Renditen erzielt hat wird von "Normalsterblichen" als sehr vertrauenswürdig und erfolgreich bezeichnet. Dies obwohl er vielleicht in den Jahren davor riesige Verluste eingefahren hat.
  2. Beim Verschlingen eines Kebabs (Döner) ist oft nur die Qualität der Sauce und des Fleischs ("Peak") und das untere Ende - Ist es trocken? Saftet es auf den Boden? Ist er bereits kalt? - entscheidend. Was sonst noch alles im Kebab enthalten ist, ist den meisten Leuten egal (Und kann somit dem Kebabstandinhaber auch egal sein). Ähnlich verhält es sich mit wohl mit Sandwiches. Und nicht umsonst ist der "Abgang" beim Wein entscheidend für eine gute Bewertung.

Diese Erkenntnisse macht man sich in der Praxis in vielen verschiedenen Bereichen zu nutzte. Beispielsweise für eine verbesserte Sportvermarktung (TV-Übertragungen), Spielfilme (Die Sexszene und das Happyend), bei der Arbeit (Betreuung nach der Entlassung), etc. Der Peak/End Effekt ist nur einer unter vielen sogenannten "Cognitive Biases". Für weitere solche siehe (widereinmal) Wikipedia (List of cognitive biases). Weitere interessante Links:

PS: Nach einem Absturz nach zu viel Alkohol tritt natürlich kein P/E Effekt auf, weil man sich an das Ende ja gar nicht mehr erinnern kann. Also eine gute Möglichkeit (!) dem "End" zu entfliehen. ;-)

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