Der Spam-Tod

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Jede Woche hatte ich mehr als zehn Kommentare auf meinem Blog. Einige würden dies ja als einen Erfolg ihres Search-Engine-Optimization-And-Comment-Maximization-Approach’s ansehen. Würde ich auch. Aber: 99% der Beiträge waren Spam.

Jetzt endlich habe ich mich darum gekümmert. Schwupps das AuthImage Plugin installiert und schon ist dem Spam ex-ante der Prozess gemacht. Urteil: Tod durch Turing-Test.

Der Turing-Test

Der Turing-Test ist benannt nach dem berühmten Computerwissenschaftler und Mathematiker Alan Turing. Von ihm stammt auch die Turingmaschine - ein höchst theoretisches Konstrukt zur Darstellung berechenbarer Algorithmen (Turing war auch an der Entschlüsselung der deutschen ENIGMA im zweiten Weltkrieg beteiligt).

Dieser Test ist nicht eine konkrete Frage oder gar eine Prüfung, sondern eine Methode um festzustellen ob das “Etwas” mit dem man kommuniziert (z.B. in einem Chatroom) ein Mensch oder eine Maschine ist.

Genau das soll mein neu installiertes Plugin feststellen. Handelt es sich beim Kommentator um einen Mensch oder um eine Maschine (also einen Spam-Bot)?

Weitere Infos gibts unter:

Was ist Linux?

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Linux ist eine Art Betriebssystem. Im Grunde jedoch ist mit dem Begriff Linux nur der Kernel des Systems gemeint. Über diesem Kern wird dann ein Betriebssystem aufgebaut - eine sogenannte Distribution. Der korrekte Titel des Artikels würde also "Was ist eine Linux-Distribution?" heissen. Ich werde aber im ganzen Artikel nur "Linux" verwenden, da die beiden Begriffe oft synonym verwendet werden.

Entwicklung

Linux ist also ein Betriebssystem wie zum Beispiel Windows XP, Mac OSX oder UNIX. Der Hauptunterschied zu den anderen (bekannteren) Betriebssystemem ist aber, dass der Linux Source Code öffentlich ist. Jeder kann daran mitarbeiten oder kann sich, aufbauend auf dem Kern, ein eigenes Betriebssystem basteln. Natürlich braucht es dazu grosse Erfahrung im Programmieren und weitreichende Computerhardwarekenntnisse.

Ursprünglich wurde Linux aber nur von einem einzigen Entwickler programmiert. Linus Torvalds. Daher kommt auch der Name: LINUX. Das X steht für die Anlehnung an UNIX. Begonnen hat die Entwicklung etwa im Jahr 1991.

Nach der ersten Veröffentlichung von Linux unter der GNU General Public License explodierte Linux förmlich. Viele verschiedene Entwickler oder Gruppen machten sich daran den Kern zu verbessern, Anwendungssoftware dazu zu schreiben oder grafische Benutzeroberflächen zu designen.

Distributionen

Inzwischen ist der Kern bei Version 2.6 angelangt und es gibt unzählige Distributionen. Von grossen Desktopoberflächen bis hin zu kleinsten Serverversionen (haben z.B. auf einem Memory Stick oder Router platz). Ubuntu, Kubuntu, Edubuntu, Red Hat, SUSE, Debian, Gentoo, Mandrivia und Knoppix, um nur die bekanntesten zu nennen. Es gibt hunderte. Die meisten Distros sind zudem gratis und können vom Internet heruntergeladen werden.

Probleme

Die Unüberschaubarkeit der Distributionen ist in erster Linie ein Problem für den Endbenutzer. Welche ist am besten geeignet für meine Zwecke? Womit fange ich an? Was brauche ich? Was gibt es überhaupt?

Viele verschiedene Enwickler oder Entwicklergruppen arbeiten an einer Distribution. Dies ist vorallem ein Koordinationsproblem für die Entwickler selbst, kann aber auch für den Benutzer relevant werden, wenn es nicht gelöst wird. Es können Instabilitäten oder Inkompatibilitäten auftreten.

Linux ist gratis. Dies ist zwar auch ein Vorteil für viele, aber ich glaube, dass die Qualität der Produkte (auch Support) um einiges besser wäre, wenn die Entwickler damit Geld verdienen könnten, oder zumindest ihre Ausgaben decken könnten.

Tipp

Für alle die noch nie mit Linux gearbeitet haben oder noch nie eines Installiert haben empfehle ich als Anfang eine Distribution mit Grafischer Benutzeroberfläche. Die beliebteste unter ihnen ist zweifellos Ubuntu.

Für alle die (viel) mehr über Linux wissen wollen, empfehle ich folgendes Online-Buch: Ubuntu OpenBook (http://www.galileocomputing.de)

Der Linux-Zwang…

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Jetzt oute ich mich: Ich bin (Nebenfach) Informatikstudent und hatte bis vor einem halben Jahr noch nie ein Linux auf meinem Rechner installiert. Doch dann wurde ich dazu gezwungen…

In der Vorlesung "Betriebssysteme" mussten wir ein virtuelles Dateisystem auf Linux programmieren. Jedoch taten wir das nicht einfach von zu Hause aus. Sondern wir mussten uns mittels eines Java-Appletts durch eine Remoteverbindung Zugriffszeit auf einem Linux System reservieren. Wegen meiner Linux-Unkenntnisse hatte ich keine Chance.

Ein schwarzer Bildschirm, eine Kommandozeile, unbekannte Befehle (bin mit DOS aufgewachsen), keine grafische Benutzeroberfläche (nur den verdammten VIM), null Ahnung. Also musste ich mich mangels Alternativen für die Installation einer lokalen Linux Distro entscheiden. Das Unterfangen, stellte sich heraus, war ein (verlängertes) Wochenende- und Knochenjob. Sogar für mich als versierten Computerflüsterer. Das Prozedere lief dabei folgendermassen ab:

  1. Informationen sammeln (Wie installiere ich Linux? Was brauche ich dafür? Welche Distro?)
  2. Meine alten/wichtigen Daten sichern (mehrere Gigabyte Musik, ohne DVD-Brenner oder externe Festplatte!)
  3. Gesamte Festplatte löschen und Festplatte partitionieren (2 Partitionen)
  4. Windows auf erster Partition neu installieren mit allen Treibern, etc. (wäre ohnehin mal wieder fällig gewesen)
  5. Geeignete Linux-Distribution auswählen, herunterladen und auf CD brennen (in meinem Fall Ubuntu Feisty)
  6. CD rein, noch einmal Partitionieren (anderes Dateisystem + SWAP Partition), Linux installieren
  7. In Linux zurechtfinden
  8. Treiber installieren (Grafikkarte und Wireless Adapter zum laufen bringen), ohne Internetverbindung!
  9. Ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren und Dokumentationen lesen
  10. (Und spezifisch für mein Uni-Projekt: FUSE zum laufen bringen)

Diese zehn Schritte sind nicht abschliessend, sollten aber in dieser Reihenfolge durchgeführt werden. Jeder dieser Schritte ist eine Wissenschaft für sich. Zunächst nur dies: Für die Installation von Linux ist nach wie vor grosses Fachwissen, und Übung im Umgang mit Computern und Internetsuchmaschinen erforderlich. Das darf nicht sein. Anstonsten wird Linux noch lange ein Nerd-(Desktop!)Betriebssystem sein.

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